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11.-13.12.2015: Weihnnachtsmarkt in Chojnice

Städtepartnerschaftsverein Emsdetten mit dabei

weihnachtliche Stimmung auf dem Markt (trotz des Regens)

Viel Anklang und stets guten Besuch fand der Stand des Städtepartnerschaftsverein Emsdetten in Chojnice. Mit einem umfangreichen Programm eröffnete der Verkehrsverein Chojnice seinen Weihnachtsmarkt am Freitag um 14.45 Uhr. Das war auch das Startzeichen der Öffnung der Hütte des Städtepartnerschaftsvereins Emsdetten auf dem großen Marktplatz. Bis zum Freitag Abend und auch an den folgenden Tagen, Samstag und Sonntag, wurden vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag in großer Zahl Waffeln gebacken und für gemeinnützige Zwecke zu einem symbolischen Preis von 1 Złoty verkauft. An manchen Tageszeiten war der Stand regelrecht belagert. Im Vordergrund stand natürlich nicht nur der Waffelverkauf, sondern der rege Kontakt mit den Bürgern Chojnices. Viele suchten das Gespräch, erstaunlich viele (nicht nur ältere Bürger) können deutsch. Kinder und Jugendliche kommunizieren in englisch oder auch in deutsch. Es wird berichtet von vielfältigen Kontakten in Deutschland. Es gibt Fragen über Emsdetten und vieles mehr. Insbesondere die Flüchtlingssituation in Deutschland führte zu vielen Fragen.

In diesem Jahr war der Verein – bereits im Vorgriff auf das Jubiläum 2016 – 20 Jahre Städtepartnerschaft mit Chojnice – gut ausgerüstet. Neben seinem neuen Banner fanden insbesondere die Weihnachtskarten, die am Stand verschenkt wurden, Beachtung. Mit dreisprachigen Wünschen zu Weihnachten und zum Neuen Jahr konnten die Chojnicer diese Botschaft auch auf polnisch darauf nachlesen.

Christian Erfling, Bernhard Bruch und Brigitte Lohmann hatten sich am vergangenen Donnerstag auf den Weg nach Chojnice gemacht, um am dortigen Weihnachtsmarkt präsent zu sein. Die Gelegenheit wurde aber auch genutzt, zahlreiche wichtige Gespräche zu führen.

Nach völlig stress- und staufreier Fahrt nach Chojnice waren sie am Donnerstag Nachmittag schon früh angekommen. Bernhard Bruch wurde in „seiner“ Familie Rudnik aufgenommen, Christian Erfling und Brigitte Lohmann fanden Platz im Haus des Städtepartnerschaftsvereinsvorsitzenden Marek Czajka. Noch am Donnerstag machten sie sich auf den Weg und besuchten alle Hotels und eine Pension in Chojnice, um die Reservierung für die Chojnicetage 2016 noch einmal abzusichern.

Der Freitag Vormittag war angefüllt mit vielfältigen Aktivitäten. Zunächst stattete man der Feuerwehr Chojnice einen Besuch ab. Der Hauptmann, Jacek Knuth, ließ es sich nicht nehmen, Christian Erfling und Brigitte Lohmann den Maschinenpark vorzuführen. Alles modern, sauber und ordentlich! Die Weihnachtsbotschaft aus Emsdetten nahmen sie gern in Empfang und berichteten, dass auch die Feuerwehrleute aus Emsdetten Weihnachtsgrüße zu Ihnen geschickt hätten.

Beauftragt von Bürgern aus Emsdetten wurden an verschiedene Freunde in Chojnice ebenfalls Weihnachtsgrüße überbracht, wobei man sich immer wieder von der Gastfreundschaft überzeugen konnte. Ohne Kaffee und Kuchen eingenommen zu haben, „kam man nicht wieder weg“. Dem Verkehrsverein Chojnice, der stets um das Wohl der Emsdettener besorgt war, statteten die Emsdettener ebenfalls einen Besuch ab.

Schließlich um 11 Uhr am Freitag hatte die Stadtverwaltung Chojnice zu einem Kaffeetrinken und Gespräch eingeladen. Teilnehmer waren der stellvertretende Bürgermeister Edward Pietrzyk, Adriana Kosecka und Marek Czajka vom Städtepartnerschaftsverein Chojnice und Übersetzer, Asia Gappa und Irmina Szyca von der Stadtverwaltung Chojnice, Christian Erfling, Bernhard Bruch und Brigitte Lohmann aus Emsdetten. Auch Stadtdirektor Robert Wajlonis ließ es sich nicht nehmen, einige Zeit an dem Gespräch teilzunehmen und Grüße auszurichten. Bürgermeister Edward Pietrzyk begrüßte alle Teilnehmer. Die Gäste aus Emsdetten erhielten sogar ein Gastgeschenk (Grafiken aus Chojnice, einen Kalender 2016 und ein Kaschubisches Kartenspiel). Er berichtete über die Situation in Chojnice, aber auch über die Situation in der ukrainischen Partnergemeinde Korsun. Es habe dort Kreisrats-Wahlen gegeben, jedoch keine neuen Veränderungen. Die Situation habe sich allerdings etwas stabilisiert. Die Stadt Chojnice versuche über Lebensmittel-Spenden und Spenden während sogenannter „Hilfsläufe“ ukrainischen Kindern zu helfen. Inzwischen arbeiten 200 Personen aus der Ukraine in Chojnice. Seine jüngste Tochter, die russische und ukrainische Sprachen studiert hat, kümmere sich um die Ukrainer in Pommern. Er, Pietrzyk selbst, habe nach fast zwei Jahren geringem Kontakt wieder täglichen Kontakt mit der Partnergemeinde. Insgesamt werden die Armut und die extrem hohen Preise in der Ukraine beklagt.

In diesem Zusammenhang kam Pietrzyk schnell auf die Flüchtlinge in Emsdetten zu sprechen und zeigte sich hoch interessiert zu diesem Thema. Christian Erfling konnte ihm vielfältige Detailfragen beantworten. In der Diskussion wurden folgende Themen bezüglich der Flüchtlingsthematik berührt: Herkunft der Flüchtlinge, Bewältigung von Krankheiten/Impfproblematik, Integration in das Alltagsleben und in das Berufsleben. Hauptthema schien Edward Pietrzyk das Problem Integration in das Arbeitsleben zu sein. So könne er sich vorstellen, dass es – wenn man nichts zu tun habe – irgendwann zu Schwierigkeiten kommen könne.

zum Abschluß ein gemeinsames Abendessen

Schließlich kam Edward Pietrzyk auf die Chojnice-Tage zu sprechen und berichtete kurz über den Besuch von Bürgermeister Moenikes und Herrn Osterholt. Es sei ihm aber jetzt wichtig, die Wünsche des Städtepartnerschaftsvereins Emsdetten zu erfahren. Ausführlich und offen wurden viele Themen aus der Vergangenheit und für die Zukunft besprochen. Wichtig war allen, dass es künftig einen offiziellen Empfang – auch außerhalb der großen Bühne – geben sollte. Darüber hinaus sollte es viele kleine Programmpunkte in Chojnice geben, aus denen die Emsdettener Gäste wählen können. Auch ist ein gemeinsamer Abend, der nicht zwingend am Sonntag sein muss, sehr wichtig. Ganz besonders wurde auch angesprochen, dass man sich die Beteiligung der Partnerstädte aus der Ukraine und Weißrußland an dem Programm wünsche.

Guter Dinge konnten sich die Emsdettener dem Weihnachtsmarkt in Chojnice widmen. Trotz des schlechten Wetters (täglich Regen!) war der Stand stets gut besucht. Auch viele andere Stände rund um den Marktplatz waren aufgebaut. Neben kaschubischen Spezialitäten konnte man auch kleine Weihnachtsgeschenke wie z.B. Weihnachtsgestecke oder Artikel aus Tiffany Glas kaufen. An allen Tagen spielten, tanzten und musizierten Kinder auf der großen Bühne.

Und, und das kam den Emsdettenern ganz bekannt vor, der Niklaus kam an jede Hütte und hinterließ ein kleines Geschenk.

Am Sonntag Abend hatten die Familien Rudnik und Zywicky zu einem späten Kaffeetrinken und Abendessen die Gäste aus Emsdetten und Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Chojnice eingeladen. Es wurden kaschubische Lieder, auch auf deutsch, und viele Weihnachtslieder gesungen. Mit Fug und Recht kann man sagen, „die Tische bogen sich vor Essen und Trinken“. Was für eine Arbeit. Was für ein schöner Abend.

Der Städtepartnerschaftsverein sagt Danke.