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Chojnice

unsere polnische Partner­stadt. Mit gut 40.000 Ein­woh­nern ist sie etwas größer als Emsdetten.

Es ist eine alte histo­rische Stadt, Teile der Stadt­mauer und ein Stadt­tor sind noch erhalten. Nörd­lich ist sehr schöne Natur, viele mit­einan­der ver­bun­dene Seen, große Wäl­der und der Na­tio­nal­park Tucheler Heide.

Auf der Seite der Stadt gibt es zu den Choj­ni­ce­ta­gen auch einen

Bei der Stadt Ems­det­ten gibt es zu den „Chojnice-Tagen 2016“ einen

Auch TINYTURNER hat ihre Erlebnisse in ei­nem Rei­se­be­richt samt Fo­tos do­ku­men­tiert:

Mocny Kolor. Das heißt auf Deutsch „einfach bunt“, starke Farben in der Fotografie.

In den letzten zwei Jahren haben sich Fotografen aus Chojnice, Hengelo und Emsdetten des öfteren getroffen, Bilder ausgetauscht und besprochen. Die letztendlich ausgewählten Bilder wurden zu einer Multimediapräsentation zusammen geführt und vertont.

Am 25.06.2016 war es soweit. In der Jesuitenkirche in Chojnice wurde die Präsentation uraufgeführt. Die Eröffnung erfolgte durch Herrn Bürgermeister Finster.

Hier gibt es noch den
Flyer „Chojnice-Tage 2016“
(PDF, 2 S. DIN A4, 800 kB)

Chojnice-Tage 2016

Rathaus von Posen

23. bis 27./28. Juni 2016

Chojnicetage im Jahr des 20jährigen Partnerschaftsjubiläums

Aus Anlass des 20jährigen Partnerschaftsjubiläums zwischen Emsdetten und Chojnice hatte sich der Städtepartnerschaftsverein Emsdetten im Jahr 2016 eine besondere Reise einfallen lassen. Mit gut 80 Teilnehmern in zwei Bussen wurde auf dem Hinweg (23.6.) in diesem Jahr Station und Übernachtung in Posen, der eigentlichen Wiege Polens, gemacht. (Der Rückweg am Montag führte dann wahlweise direkt nach Emsdetten oder mit einer Zwischenübernachtung in Berlin und einem Besuch in Potsdam nach Hause).

Waltraud Buchmann hatte vorab für „ihren“ Bus getauscht und jedem etwa 100 Złoty ausgehändigt. Von dem kleinen Geschäft, was sich aufgrund des guten Wechselkurses ergab, konnte sie die ersten polnischen Spezialitäten (Kuchen und Plätzchen) kaufen und so alle überraschen.

Drei Stadtführer brauchte es, um den Gästen die Stadt Posen zu zeigen und näher zu bringen. Angeschlossen hatten sich dabei auch einige Teilnehmer der Campingreise, die mit 29 Teilnehmern ebenfalls zu Gast in Posen waren. Hotel und Frühstück waren in Ordnung, so dass die Gruppe frisch gestärkt am nächsten Morgen noch – wieder mit den erfahrenen Stadtführern - den Dom von Posen besichtigen konnte, um danach das eigentliche Ziel, Chojnice, anzusteuern. Nach dem Einchecken in den Hotels, diesmal waren es Hotel Ratuszowy, Hotel Sukiennice, Hotel Piast, Hotel Polonia und erstmals die Pension Pod Wieza (sehr zu empfehlen!), ging es für die meisten Teilnehmer zum Willkommensabend in der Taverna Buchta am Charzykowy See.

Bei schönstem Wetter konnten einige während eines Schiffsausflugs und andere auf der einladenden Terrasse in Strandnähe den Abend genießen. Ein reichhaltiges Büfet mit Żurek (einer Sauerteigsuppe im Brotteig) als Vorspeise und danach Spezialitäten vom Grill und dem ein oder anderen „Piwo“ (Bier) machte den Abend rund.

Mit dabei zu den Chojnicetagen 2016: Eine offizielle Delegation aus Emsdetten, bestehend aus dem Ehrenbürger der Stadt Chojnice, Reinhold Wietkamp mit Ehefrau, der Ehrenbürgerin Emsdettens und Mitbegründerin der Städtepartnerschaft (Annelies Meyer zur Altenschildesche), sowie Bürgermeister Moenikes und Ehefrau und Herrn Osterholt (Abt. Kommu­ni­kation), je eine vierköpfige Delegation der Feuerwehr sowie Karnevalsgesellschaft, dem Emsdettener Verkehrsverein.

Sozusagen als Gastgeschenk der Stadt Emsdetten die Tiny Turner Band, die auf der großen Bühne am Samstag einen Auftritt hatte, Leo Nijland (zuständig in Hengelo für Städtepartnerschaften) mit Ehefrau. Und letztendlich mit dabei die 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Campinggruppe, deren Zuhause während der Chojnicetage der Campingplatz Paradiese am Charzykowy See war.

Die Bürgermeister Moenikes (l.) und Finster (r.) unterzeichnen
die Urkunde zur Bestätigung der Städtepartnerschaft

Mit also rund 140 Personen, die gekommen waren, und noch weiteren 40 Personen, die mit Reinhold Wietkamp die folgende Woche Urlaub in Chojnice machten, konnte gezeigt werden, was Städtepartnerschaft bedeutet.

Am 16. April 1996 haben Andrzej Gasiorowski und Anneliese Meyer zur Altenschildesche als jeweilige Bürgermeister der Städte Chojnice und Emsdetten eine Urkunde unterzeichnet, mit der die offizielle Städtepartnerschaft besiegelt wurde.

Die Urkunde (siehe Bild rechts) wurde während der Eröffnung der Chojnicetage am Samstag, den 25. Juni 2016, erneuert und – so Bürgermeister Dr. Arseniusz Finster - mit festem Willen, diese Partnerschaft auch weiterhin zu leben und zu fördern, besiegelt.

In seiner Rede ging Finster auf den europäischen Gedanken ein und hob besonders Lech Walesa und Papst Johannes Paul den II. Hervor, welche große Wegbereiter der europäischen Einheit seien.

Bürgermeister Moenikes aus Emsdetten begann mit einer zweisprachigen Rede und fand damit große Anerkennung. Er berichtete von den vielfältigen persönlichen Beziehungen, die während der vergangenen 20 Jahre entstanden sind und nahm Bezug auf die vielen Aktivitäten und Austausche beider Partnerstädte. Die Städtepartnerschaft sei geprägt vom europäischen Gedanken und der Verständigung. Moenikes ging auch auf den seit 25 Jahren bestehenden Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrag ein, der ein wichtiges Beispiel erfolgreicher Versöhnungsgeschichte sei. Er ließ aber dennoch keinen Zweifel daran, dass der Tag der Urkun­den­er­neuerung nicht nur unter einem guten Stern stehe. Denn Europa stünde unter Schock, da Großbritannien den Ausstieg aus der Europäischen Union beschlossen habe. Und er übte auch Kritik an der derzeitigen Haltung Polens insbesondere zur Flüchtlingsfrage.

Die Tiny Turner Band war verfolgt von „Pleiten, Pech und Pannen“: Nach insgesamt 18 Stunden Fahrtzeit und Stillstand vor Berlin traf sie fast schon/erst morgens am Samstag in Chojnice ein, wurde nach einem spontanen Foto im Rathaus eingesperrt, mußte die Alarmanlage deshalb über sich ergehen lassen. Der für 18 Uhr geplante Auftritt verschob sich um eine Stunde, Gewitter und starke Regenfälle zwang zum kurzfristigen Verlassen der Bühne. Doch schließlich rockte die Band die Bühne und konnte das Publikum total begeistern. Bei Hits aus den 70er Jahren konnten sogar Teenies aus der ersten Reihe feststellen, dass ABBA, Sweet und Somkie gar nicht so schlecht klingen.

Das Wetter: Bei Temperaturen von 40 Grad schauten und hörten die Gäste den For­ma­li­tä­ten des Festaktes der Urkun­den­er­neuerung auf der großen Bühne am Alten Markt zu.

Der Städtepartnerschaftsverein und der Verkehrsverein Emsdetten betreuten während der Chojnicetage teils bei „brütender“ Hitze einen Stand in einem Gemeinschaftszelt. Insgesamt war der Stand sehr gut besucht. Der Verkehrsverein hatte ein Glücksrad organisiert. Jeder, der sich für die vielfältigen Geschenke am Stand interessierte, musste mindestens einmal das Glücksrad drehen und konnte sich dann etwas aussuchen. Viel Informationsmaterial und kleine Geschenke von Frau Wachsmund und Frau Wittmann fanden so neue Besitzer. Der Städtepartnerschaftsverein hatte wie in den Vorjahren wieder selbst gebackene Waffeln im Angebot, die in diesem Jahr für 1,50 Złoty (!) „verkauft“ wurden. Ein kleiner Flohmarkt mit Spielzeug, Schmuckstücken, Kleidung machte den Stand attraktiv und besonders am Sonntag zum Anziehungsmagneten. Die Erlöse aus dem Stand werden für musikalische Begegnungen der Jugend aus den Partnerstädten Chojnice, Emsdetten und Hengelo verwendet.

Das Programm: Neben den Chojnice­tagen und dem vielfältigen Programm auf der großen Bühne gab es Gelegenheit zu Stadt­besich­tigungen, Busrund­fahrten, Museums­besuchen. Daneben gab es eine Multimedia Präsentation von Fotografien „Starke Farbe“, vorbereitet durch den Fotoclub Creativ aus Emsdetten, der Vereinigung von Amateurfotografen HAFV aus Hengelo und dem Chojnicer Centrum Sztuki Collegium Ars.

Stadtbesichtigung in Thorn

Am Sonntag starteten viele Emsdettener einen Ausflug (wieder in zwei Bussen) nach Thorn, einer alten Stadt mit viel Geschichte des Deutschen Ordens. Die Stadtführerinnen leisteten gute Arbeit und zeigten viele Beispiele der Stadt­geschichte auf.

Am Montag, den 27. Juni 2016 fuhren ab 8 Uhr morgens beide Busse Richtung Emsdetten. Der Emsdettener Bus traf leider erst sehr spät am Abend zu Hause ein. An manchen Tagen ist die A2 unbefahrbar …

Der „Berliner Bus“ traf auch mit Verspätung in Berlin ein, so dass die Stadtführung im eigenen Bus ausfallen mußte. Die geplante Besichtigung der Reichstagskuppel hingegen konnte stattfinden. Untergebracht in zwei guten Hotels ließen die rund 40 Teilnehmer den Tag ausklingen. Ein Highlight gab es noch am nächsten Tag mit der Besich­tigung Potsdams. Viele Teilnehmer hatten Potsdam so noch nicht gesehen. Ohne Zwischen­fälle kam auch dieser Bus am Abend des 28. Juni wohl­behalten in Emsdetten an.

Dieser Artikel setzt sich zusammen aus Berichten, Eindrücken und Erlebnissen der Autoren Manfred Schwegmann, Vorstand Städtepartnerschaftsverein und Redakteur bei „allesdetten“, Klaus Spellmeyer, Teilnehmer der Campingreise und Redakteur der Emsdettener Volkszeitung, und Brigitte Lohmann, Vorstand Städtepartnerschaftsverein und Leiterin der Campinggruppe.