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Stadt Emsdetten

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Nachrichten aus Emsdetten

Hengelos Bürgermeister Sander Schelberg
hält die zentrale Ansprache

Volkstrauertag am 13. November 2016

in diesem Jahr mit einem deutsch-niederländischen Schwerpunkt anläßlich des 25jährigen Städte­part­ner­schafts­ju­bi­läums zwischen Emsdetten und Hengelo

Gut besetzt war der Saal von Stroetmanns Fabrik an diesem Volkstrauertag, dessen Programm in wesentlichen Teilen von Schülern aus Hengelo und Emsdetten gestaltet wurde.

Nach einem Musikstück der Freiwilligen Feuerwehr Emsdettens trugen zwei Schüler des Gymnasium Martinum das „Totengedenken“ von Bundespräsident Joachim Gauck, verlesen bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum Vokstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages (am 15.11.2015) , vor. Die Anwesenden erhoben sich in stillem Gedenken.

Bürgermeister Moenikes eröffnete die Veranstaltung und schloss sich den Ausführungen von Bischof Bedford-Strohm an, der anlässlich des Volkstrauertags betonte, dass dieser Tag ein wichtiges Datum ist, der uns daran erinnert, dass das letzte Kriegsende auf deutschem Boden nur wenige Jahre zurückliegt. Und diese Erinnerung uns den Schrecken des Krieges und Leid der Flüchtlinge näher bringe. Er erinnerte an Flucht und Vertreibung, heute wieder aktueller denn je – denke man nur einmal an die großen Lager von syrischen Flüchtlingen allein in der Türkei und Griechenland. Im Zusammenhang mit der seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft mit Hengelo begrüßte er neben allen Anderen Bürgermeister Sander Schelberg aus Hengelo als Hauptredner.

Ebenfalls Schüler des Martinums hatten unter dem Stichwort „Zahlen“ eine Präsentation vorbereitet, in der sie Zahlen der Toten und Opfer infolge des II. Weltkriegs besonders in Hengelo belegten. Sie forderten aufgrund dessen aber auch Hoffnung und schlossen ihren Beitrag mit dem Willen, dass so etwas nie wieder geschehen darf und sie auf die Bürger „zählen“.

Schüler des Twickel Collegs aus Hengelo trugen Gedichte vor. Eine Schülerin erinnerte unter eigener Gitarrenbegleitung mit einem eindrucksvollen Lied an den Auftrag zum Frieden.

Hauptredner des diesjährigen Volkstrauertages war Bürger­meister Schelberg. Er sagte, dass er die Ehre, auf diesem Volks­trauer­tag reden zu dürfen, gerne angenommen hatte. Auch er betonte, dass dieser Tag eine wichtige Gelegenheit ist, über Krieg, Flucht und Ver­trei­bung nachzudenken. Schelberg sagte, dass es in den Niederlanden einen ähnlichen Feiertag gibt, den 4. Mai, an dem man der Toten und Opfer der Kriege gedenkt. In diesem Jahr war auch Bürgermeister Moenikes in Hengelo zugegen und habe einen Kranz niedergelegt. Vor einigen Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass ein Deutscher in den Niederlanden so etwas macht. Er ist froh, dass diese Zeit vorbei ist und betonte, dass zwischen Emsdetten und Hengelo seit 25 Jahren eine Partnerschaft besteht. Und gerade Städtepartnerschaften sind wichtig, damit auch normale Bürger daran teilnehmen, sich kennenlernen und Kontakte pflegen und somit einen wichtigen Beitrag zum Frieden und Völkerverständigung leisten.

Hengelos Bürgermeister Sander Schelberg und zwei
Schülerinnen des Twickel College bei der Kranzniederlegung

Schelberg wies aber auch auf den 5. Mai, den Tag der Befreiung, in den Niederlanden hin. Das ist ein Feiertag, in dem man die Freiheit feiert. Freiheit ist ein Geschenk. Aber die Geschichte muss aufgearbeitet werden. Aus diesem Anlass finden in den Niederlanden am 5. Mai eine Menge Lesungen und Veranstaltungen zum Nachdenken statt.

Das Totengedenken am diesjährigen Volkstrauertag wurde musikalisch begleitet durch den Musikzug der Feuerwehr und mit Liedbeiträgen des Gemischten Chor aus Sinningen.

Im Anschluss an die Veranstaltung fand ein Schweigemarsch zum Mahnmal an der Nordwalder Straße statt, an dem die Gemeinde Hengelo, die Stadt Emsdetten und viele Emsdettener Vereine und Verbände Kränze niederlegten.